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Faszinierende Völker, archaische Riten, grandiose Natur

16 Tage ab € 1.899,00

Die Reisebeschreibung

Savannen und Seen: Auf Pirsch nach Nilkrokodilen, Zebras und Flusspferden

Via Istanbul fliegen wir nach Addis Abeba, wo wir in der Nacht ankommen. Anderntags haben wir Zeit zum Ausschlafen, bevor wir mittags auf Entdeckungstour in der äthiopischen Hauptstadt gehen. Wir besichtigen das Nationalmuseum, den Mercato-Markt, einen der größten Freiluftmärkte Afrikas, das Archäologische Museum und den Menilik Palast. Nach einem weiteren freien Tag in Addis führt uns unsere Erlebnisreise durch Äthiopien weiter in den Südwesten Äthiopiens, eine wenig besuchte und entsprechend wenig entwickelte Region – aber gerade das macht ihren Reiz aus! In weiten Savannenund Akazienlandschaften leben hier fast vierzig verschiedene Völker.

Auf dem Weg nach Butajira besuchen wir zunächst die Dörfer der Oromos, Gurage und Silte. Am nächsten Tag fahren wir nach Arba Minch. Hier wird auf den sehr fruchtbaren Böden intensiv Ackerbau betrieben, u.a. wird Hirse, Gerste und Mais angebaut. Arba Minch heißt zu Deutsch „Stadt der vierzig Quellen“ und liegt auf einem Grat, der den Abaya-See und den Chamo-See trennt. Das Treiben in der Stadt ist durch die verschiedenen Volksgruppen geprägt. Später besuchen wir den farbenfrohen Markt der Dorze, hoch in den Bergen oberhalb der Stadt. Am frühen Morgen des nächsten Tages gehen wir auf Pirschfahrt durch den Nechi Sar-Nationalpark, mit herrlichen Ausblicken über den Chamo- und Abaya-See. Auf den umliegenden Grassavannen weiden Herden von Zebras und mit etwas Glück können wir Kuhantilopen, Kudus, Gazellen und seltene Vogelarten entdecken. Nachmittags fahren wir dann zum nahe gelegenen Chamo-See und steigen hier in ein Boot um: Wir beobachten riesige Nilkrokodile, Flusspferde und eine Vielzahl von Wasservögeln, insbesondere Pelikane.

Zu Gast beim Volk der Mursi, den Menschen mit den Tellerlippen

Weiter geht es auf unserer Abenteuerreise durch Äthiopien zur kleinen Bezirkshauptstadt des Bena-Volkes, Key Afer, wo wir den Donnerstagsmarkt besuchen: Die Stämme der Tsamai, Bena, Hamar und Ari treffen sich hier um Handel zu treiben. Die verschiedenen Volksgruppen lassen sich gut durch ihre Haartracht und Körperbemalung unterscheiden – Ihre Reiseleitung wird es Ihnen gern erklären! Wir haben genügend Zeit, das Treiben auf dem Markt zu beobachten. In einem üppigen Garten des Dorfes Jinka finden wir einen romantischen Platz zum Zelten, unser Ausgangspunkt für weitere Unternehmungen. So machen wir uns von hier aus zum Volk der Mursi auf, das im schwer zugänglichen Mago-Nationalpark lebt.

Die Frauen der Mursi sind wegen ihrer Lippenteller weltberühmt. Die Unterlippe wird aufgeschnitten und langsam gedehnt, indem immer größere Ton- oder Holzteller eingesetzt werden. Herrliche Muster verzieren die Körper, bei den Männern findet man häufig weiße Bemalungen. Die Mursi sind ein sehr stolzes Volk und man muss ihm mit der notwendigen Geduld und Respekt begegnen. Nach dieser außergewöhnlichen Begegnung fahren wir durch den Mago-Nationalpark zurück in unser Camp nach Jinka.

Männer mit kreativen Frisuren: Die Hamar

Es geht weiter nach Dimeka, einer Provinzhauptstadt der Hamar. Auch hier besuchen wir den Markt, auf welchem die Karo, Bena, Hamar und Ari zusammenkommen. Am Nachmittag besuchen wir ein typisches Dorf der Hamar, um die Lebensgewohnheiten und die Kultur dieser Menschen kennen zu lernen. Die Hamar leben in kleinen Dorfgemeinschaften und sind das größte Volk der Region. Die Frauen sind herrlich geschmückt: Körper und Haare werden mit einer Mixtur aus Butter, Kalk und Erde eingerieben und der Hals wird mit Metallringen und Perlen verziert. Die Männer sind vor allem bei ihrer Frisur höchst kreativ: Die Haare werden mit einer Lehmpaste geformt, mit auffallenden Farben koloriert und mit Straußenfedern dekoriert.

Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug zum Volk der Karo, die mit den Hamar verwandt sind. Diese Minderheit verteilt sich auf lediglich drei Dörfer, die oberhalb des Omo-Flusses liegen. Die Männer bemalen ihren Körper häufig mit auffallenden Leoparden-Mustern. Auch auf unserem weiteren Weg nach Omorate entlang des Ostufers des Omo River erleben wir Menschen mit faszinierenden Körperbemalungen: Dieses Mal sind es die Dassanech (früher Geleb genannt), die wir in ihren Dörfern besuchen.

Fantastische Landschaften und „singende Brunnen“

Entlang des südlichen Randes des Chamo-Sees erreichen wir das Gebiet der Konso, wo wir eines ihrer typischen Dörfer besuchen. Trotz moderner Einflüsse haben die Konso viele ihrer Traditionen beibehalten: Faszinierend sind ihre terrassierten Hirsefelder, ihre besondere Hütten-Architektur und ihr Totenkult. Wir tauchen auf unserer Rundreise durch das südliche Äthiopien in ihre Kultur ein und entdecken auch Orte der Erbore und Tsamai. Von der gebirgigen Landschaft der Konso geht es weiter in die von weiten Tälern und Termitenhügeln geprägte Gegend der Borena. Dieses Volk ist wegen seiner so genannten ,,singenden Brunnen” bekannt. In den tiefen Brunnen stehen auf einem Holzgerüst bis zu zwölf Personen übereinander, die das Trinkwasser mit Eimern schöpfen und dann singend im gleichen Rhythmus die Wasserkübel nach oben werfen. Ein einmaliges System des Wasserschöpfens!

Mit den Borena lernen wir recht wohlhabende Viehzüchter kennen, die im südlichsten Zipfel des Landes nahe der kenianischen Grenze leben. Wir machen einen Ausflug zum El Sod Krater und wandern bis zu der Stelle, wo die Borena-Männer fast ohne Hilfsmittel Salz aus dem sumpfigen Kratersee gewinnen. Dann geht es nach Norden zu den Völkern der Gedeo und Sidamo, die in einer grünen Oase mit großen Kaffeeplantagen leben. Zwischen dieser üppigen Vegetation befinden sich auch die phallusförmigen Grabstellen von Tutu Fella, die wir besichtigen. Entlang der vielen Seen des Rift Valleys reisen wir zurück nach Addis Abeba, wo unsere Reise durch Äthiopiens Süden endet und es nach unserem Abschiedsessen mit vielen abenteuerlichen Erinnerungen im Gepäck zurück nach Deutschland geht.