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Wo die Sonne untergeht

15 Tage ab € 1.499,00

Die Reisebeschreibung

Die weiße Stadt und die drei Könige

Im Flug geht es via Madrid oder Lissabon nach Casablanca, auch die „Weiße Stadt” genannt. Den Beinamen verdankt Casablanca ihren vielen weißen Häusern. Bei einer Stadtbesichtigung statten wir der Moschee Hassan II, der größten Moschee Marokkos, genauso einen Besuch ab, wie dem Habous Viertel, dem Platz der Vereinigten Nationen, der Cathédrale Sacre Coeur und der neuen Medina.

Das nächste Ziel unserer Erlebnisreise Marokko ist die Hauptstadt Rabat, die erste der drei Königsstädte des Nordens und heutiger Sitz der Regierung und Residenzstadt des marokkanischen Königs. Hier bewegen wir uns auf den Spuren der alten Kalifen: Durch das imposante Bab el-Oudaia Tor gelangen wir zur Festung Kasbah des Oudaia, die an einer felsigen Anhöhe liegt und mit ihren zauberhaften Gärten und einer kleinen Moschee geradezu zum Verweilen einlädt. Weiter geht es zum Hassanturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Ganz in der Nähe befindet sich die Grabanlage Mohammed V., wo tausende Pilger für eine einzigartige Atmosphäre sorgen. Unsere Stadtbesichtigung führt uns außerdem zum Regierungsviertel und zur Nekropolis von Chellah.

Dann die Königsstadt Meknes, die uns mit ihren Prachtbauten, wie den antiken Pferdeställen und dem riesigen Getreidespeicher empfängt. Gemütlich schlendern wir über den zentralen Platz El Hedim, von wo aus wir in nur wenigen Gehminuten zum wohl schönsten Tor Marokkos gelangen, dem Bab El Mansour. Und schon stehen wir in den engen Gassen der Altstadt. Immer wieder stoßen wir hier auf reich verzierte und liebevoll gekachelte Moscheen und Medresen. In den üppig bestückten Lebensmittelmarkthallen warten anschließend unzählige bunte, akkurat gestapelte Berge von Obst, Gewürzen, eingelegten Oliven und anderen Köstlichkeiten darauf, von uns probiert zu werden.

Tags darauf entdecken wir die antike römische Stadt Volubilis (UNESCO Weltkulturerbe), bevor wir weiter nach Fes reisen: Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, wenn wir durch die verwinkelten Gassen der Altstadt ziehen und zusehen, wie Händler mit ihren Eselskarren die Straßen füllen und Schmiede ihre Hufeisen noch ganz traditionell herstellen. Wir entdecken auf unserem Spaziergang Karawansereien und Gerbereien, blaugekachelte Moscheen und liebevoll verzierte Medresen, gigantische Paläste und kleine Plätze, von denen aus wir das quirlige Treiben genießen.

Und zur Strafe muss er den Himmel tragen …

… gemeint ist der Titan Atlas, der als Strafe für seine Teilnahme am Kampf gegen die Götter vom Göttervater Zeus dazu verbannt wurde, den Himmel für alle Zeiten auf seinen Schultern zu tragen. Die Berber glaubten, nirgendwo sonst sei man dem Himmel so nah wie im Atlasgebirge. Auf unserem Weg von der savannenartigen Landschaft des Nordens in die Wüsten Südmarokkos überqueren wir das höchste Gebirge Nordafrikas. Während eines Besuchs bei einer Nomadenfamilie lernen wir die marokkanische Gastfreundschaft kennen und sehen mit etwas Glück einige der heimischen Berberaffen auf unserem Weg Richtung Erfoud.

Nach einem Abstecher zur Oase von Meski starten wir unsere Jeepsafari in das atemberaubende Erg Chebbi, einer großen Dünenlandschaft nahe der algerischen Grenze. Wenn die untergehende Sonne die Dünen in ein sanftes Rot färbt und wir einen fantastischen Blick über die unendliche Weite der Sahara genießen, fühlen wir uns wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Der Romantik zuliebe verzichten wir hier auf den gewohnten Komfort und übernachten bei Beduinen mitten in der Wüste.

Am nächsten Tag schaukeln wir frühmorgens auf Kamelen dem Sonnenaufgang entgegen, bevor wir anschließend unsere Weiterfahrt zum Oasenstädtchen Tinerhir antreten. Unterwegs unternehmen wir eine Wanderung von der Todra Oase bis zur wildromantischen Todraschlucht. Die nahegelegene Dadesschlucht entdecken wir bei einem Ausflug am darauffolgenden Tag. Überall stoßen wir hier im Süden auf Kasbahs: aus Lehm gebaute Burgen und Städte, die von der Trockenheit dieser traumhaft schönen Wüstenlandschaft zeugen. Bei den Eindrucksvollsten, Ait Benhaddou, Tifoultout und Taourirt, machen wir während unserer Fahrt nach Marrakesch Halt.

Schlangenbeschwörer, Schwertschlucker und Fakire …

... tummeln sich jeden Abend auf dem Plaza Djemaa El Fna in Marrakesch. Nach einem geschäftigen Tag kommen hier alle zusammen, um arabische, marokkanische und afrikanische Köstlichkeiten zu probieren. Gaukler und Straßenkünstler präsentieren für ein paar Dinar ihre Künste. Hier stoßen Afrika, Arabien und Europa zusammen und verleihen dieser Stadt ein unvergleichlich kosmopolitisches Flair. Sie hat von ihrem Mythos und den Legenden, die sich bis heute um sie ranken, nichts verloren.

Während unseres gemeinsamen Bummels durch die Gassen der Altstadt verspüren wir den orientalischen Zauber. Wir sehen Paläste, Moscheen und Medresen aus der arabischen Welt am Rande eines lebendigen Souk, auf dem wir die Nähe zu Schwarzafrika deutlich fühlen. Nach so viel Kultur haben wir uns etwas Erholung verdient: Die Hafenstadt Essaouira ist dafür der richtige Ort. Hier lassen wir es uns gut gehen, können ausgiebige Strandwanderungen unternehmen, die Seele baumeln lassen oder die einheimischen Fischer beobachten und abends in einem der vielen Restaurants ihre Fänge genießen.

Weiter geht es am nächsten Tag zu unserer letzten Station dieser Marokko-Rundreise, der quirligen Metropole Casablanca, wo wir Abschied von Marokko nehmen – via Madrid oder Lissabon geht es zurück nach Deutschland.