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August 2011

Uganda und Ruanda

Ein Reisebericht von  Werner und Michaela Simi

Unsere Führerin begrüßt uns am Flughafen von Entebbe. Schon am nächsten Morgen geht es zeitig zum Murchison Falls Nationalpark.

Noch vor dem Frühstück können wir zahlreiche Seevögel am Viktoriasee aus nächster Nähe betrachten. Nach einem Kurzstopp in der pulsierenden Hauptstadt Kampala führt die Reise weiter zum Ziwa Rhino Sanctuary, wo wir bereits sehr selten gewordene Breitmaulnashörner bei einer kleinen Fußpirsch entdecken können. Am Abend erreichen wir die Murchison Falls, deren Hauptfall 46 Meter in die Tiefe stürzt.

Der vierte Tag ist reich an Erlebnissen. Zeitig bringt uns eine Fähre über den Victorianil und wir erleben anschließend eine aufregende Pirschfahrt. Sie führt uns zum Albertnil, wo wir bei toller Gewitterstimmung eine Vielzahl von Flusspferden, Pelikanen und Reihern bestaunen dürfen. Nach dem Mittagessen in einer schönen Lodge fahren wir mit dem Boot zum Fuß der Murchison Falls. Dabei können wir unzählige Krokodile, Flusspferde, Wasserböcke und Seevögel beobachten.

Eine weite Strecke legen wir am fünften Tag zurück. Vom Murchisonpark führt unsere Ugandareise durch den Norden des Landes auf teilweise sehr glitschiger Piste nach Fort Portal. Auf dieser Fahrt lernen wir sehr viel vom Land kennen. Fahrer Ibra, der Professor, kennt das Land und seine Menschen wie aus seiner Westentasche und informiert uns bestens über die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Entlang der Straße kommen wir an unzähligen Schulen vorbei. Überall winken uns freundliche Kinder zu. Das Bevölkerungswachstum dürfte sicherlich eine Herausforderung für das in den letzten Jahren zur Ruhe gekommene Land darstellen.

Die inmitten eines Gartens gelegene Pension Kluge ist ein sehr angenehmes Quartier. Von hier aus geht es zum Schimpansen-Trekking zum Kibale Forest Nationalpark. Obwohl es leider während des Trekkings regnet, können wir die Tiere aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. In diesem Regenwald treffen wir aber auch auf zahlreiche andere Affenarten und tropische Vögel. Die Vegetation in dieser Region ist sehr beeindruckend. Zu Mittag dürfen wir ein köstliches afrikanisches Menü bei einer einheimischen Familie genießen.

Am nächsten Morgen geht es zum Queen Elizabeth Nationalpark. Besonders am Kazinga-Kanal, der den Lake Edward mit dem Lake George verbindet, können wir Elefanten, Löwen, Antilopen und viele Seevögel bei herrlichem Abendlicht vom Boot aus betrachten. Im Kalinzu Forest sind wir am darauffolgenden Tag wieder den Schimpansen auf der Spur. Durch den Queen Elizabeth Park führt die nächste Tagesetappe nach Bwindi zum Impenetrale Nationalpark. Wir nächtigen zweimal im Buhoma Community Restcamp und haben von unserem komfortablen Wohnzelt aus einen tollen Blick auf den dichten Bergregenwald. Gespannt warten wir auf den nächsten Tag. Der Wettergott ist uns gut gesinnt und nach einer kurzen Einschulung durch die erfahrenen Parkranger machen wir uns in einer Gruppe von acht Personen mit Führer Steven auf, die achtzehnköpfige Rushegura Gorilla Family auf den Spuren Dian Fosseys aufzuspüren. Wir sind auf steilem, teilweise rutschigem Gelände unterwegs und nach zirka eineinhalb Stunden Wanderung ist es endlich so weit. Wir treffen auf einen männlichen Gorilla, der gerade intensiv mit dem Fressen beschäftigt ist. Um weitere Mitglieder der Familie zu finden, ist es aber notwendig, diesem Gorilla zirka 45 Minuten zu folgen.

Steven und seine Begleiter machen den Weg durch den dichten Regenwald mit der Machete frei und wir folgen ihm auf leisen Sohlen durch das steile und glitschige Gelände. Plötzlich entdecken wir in einer Baumkrone den Silberrücken. Ungefähr eine Stunde dürfen wir nun die Familie, in der sich auch einige Babys befinden, beobachten. Dieses Erlebnis bleibt unvergesslich. Die so menschenähnlichen Tiere aus einigen Metern Entfernung beobachten zu dürfen, ist so faszinierend, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Der Silberrücken rutscht schließlich den Stamm herunter und steht nur wenige Meter vor uns. Am Abend tauschen wir mit anderen Mitgliedern unserer Gruppe die unvergesslichen Erlebnisse aus. Jeder Einzelne ist begeistert von dem, was er an diesem Tag erlebt hat. Am späten Nachmittag besuchen wir das Community Center, wo Kinder aus dem Ort afrikanische Tänze mit viel Begeisterung präsentieren und damit etwas Geld für ihre Schule verdienen. Bei einem Spaziergang durch Bwindi werden wir immer wieder von reizenden Kindern begleitet, die aber nicht betteln.

Die nächsten beiden Tage dienen der Erholung. Von einer wunderschön gelegenen Lodge aus haben wir einen einzigartigen Blick auf den Lake Bunyonyi. Mit einem jungen Guide gleiten wir im Kanu über das ruhige Wasser des Sees auf eine kleine Insel, wo wir einen Hügel besteigen, von dem aus wir eine fantastische Aussicht auf die großartige Szenerie des Sees haben.

Am Nachmittag gelangen wir mit dem Boot zu einer Insel, wo aus dem Regenwald umgesiedelte Pygmäen leben. Auch sie präsentieren uns mit viel Begeisterung ihre Tänze. Durch eine fruchtbare landwirtschaftliche Region geht es vorbei an Bananen-und Kaffeeplantagen zum Lake Mburo Nationalpark, wo wir in einer schönen Szenerie zahlreiche Antilopen, Wasserbüffel, Flusspferde, Warzenschweine, Zebras und andere Tiere auf einer Pirschfahrt beobachten.

Nun geht es zurück nach Entebbe. Dabei überqueren wir ein zweites Mal den Äquator. In recht guten Souvenirshops haben wir die Gelegenheit, Erinnerungen an einen tollen Afrikaurlaub einzukaufen. Zurück in Entebbe spazieren wir durch den sehr gepflegten „Botanischen Garten“ und machen mit Führerin Aminah und Fahrer Ibra in kleiner Gruppe einen alternativen Ausflug zu den Swamps am Viktoriasee. Bei einer Bootsfahrt treffen wir auf den sehr seltenen Schuhschnabelstorch und unzählige weitere Seevögel, wie Kingfisher, African Chicken, Reiher, Ibisse… Dieser Ausflug zählte zu den schönsten Erlebnissen auf unserer Reise.

Den letzten Abend lassen wir am Ufer des Viktoriasees ausklingen. Es ist Wochenende und wir tanzen gemeinsam mit jungen Leuten aus Uganda entspannt zu afrikanischer Reggaemusik. Meine Frau und ich verabschieden uns hier von unseren Führern und der Gruppe. Wir bleiben noch vier Tage in Kampala. Auch hier fühlen wir uns sehr wohl und erleben die prickelnde Atmosphäre einer afrikanischen Großstadt.

Wir wurden auf der Reise von Führerin Aminah und unserem Fahrer Ibra (dem Professor) bestens betreut und erinnern uns gerne an dieses großartige Erlebnis zurück. Die Unterkünfte und die Verpflegung waren während der ganzen Reise sehr gut.

Werner und Michaela Simi

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