Schnellsuche


August 2015

Von den Victoriafällen bis zum Kap

Ein Reisebericht von  Mechtild Kuhnhenne

Sambia, Botswana, Namibia und Südafrika: Mechtild Kuhnhenne und ihr Mann erlebten einen wüsten Wüstenelefanten, "Stinkeviecher" am Kreuzkap und einen wilden Dünenritt.

Ursprünglich wollten wir eine ganz andere Reise machen. Während ich mich mit der Alternativreise sofort anfreunden konnte, wurde doch im Programm ein Besuch bei den Himbas versprochen, tat sich Friedel unendlich schwer, aber er sollte die Entscheidung nicht bereuen.

Angekommen in Livingstone, im Süden Sambias, hielt zunächst eine Gruppe Japaner den Verkehr auf, sodass wir schon Angst hatten, unser Guide verschwindet wieder, weil er denkt, wir kommen nicht. Aber Freddy stand geduldig mit dem Schild in der Hand da und wartete auf uns. Ein Blick und bei allen stimmte die Chemie.

Freddy wandte vor Ort dann auch die richtige Taktik an: Erst mal relaxen, ankommen und dann die Reise besprechen. Die von ihm vorgeschlagene Änderung, die Fahrt zu den Victoria-Fällen auf den nächsten Tag zu verschieben, war für uns so überzeugend, dass wir alle sofort zustimmten.

Obwohl Freddy am nächsten Tag eigentlich frei hatte, besuchten wir dann die Victoriafälle. Auch mit wenig Wasser bieten sie ein grandioses Schauspiel und wir waren alle total beeindruckt.

Und dann sollte ein Höhepunkt dem anderen folgen: Die Bootsfahrt auf dem Chobe war traumhaft schön. Teilweise hatten wir 80 bis 100 Elefanten im Blick, dazu Büffel, Krokodile und Hippos. Von den vielen Vögeln wie Fischadler, Eisvogel, verschiedenen Reiherarten und den  lustigen Jesusbirds, die übers Wasser laufen können, mal abgesehen.

Das Okavango-Delta war für alle ein riesiger Höhepunkt der Reise. In Mokoros, traditionellen Einbaum-Booten, fuhren wir durch enge Kanäle, in denen das Papyrusgras die Haut streifte. Nachmittags dann eine Motorbootfahrt, völlig anders, aber nicht weniger schön. Wie fast jeden Abend gab es einen unvergesslichen Sonnenuntergang gratis dazu.

Dann Etoscha: Ein Tierreichtum, den man sich kaum vorstellen kann. Ein tolles Gefühl, wenn ein Löwe direkt vor dem Bus entlang schreitet und diesen mit arrogantem Blick völlig ignoriert. Direkt am Weg liegt eine Löwin, die herzhaft gähnt, als sie uns sieht. Dazu immer wieder Elefanten, Giraffen, Zebras, Springböcke, Gnus, Impalas, Oryx-Antilopen und natürlich auch Rhinozerosse.

Der versteinerte Wald mit 240 bis 300 Millionen Jahre alten Baumstämmen und auch die Felsgravuren der Buschmänner von vor 6.000 Jahren waren sehr beeindruckend, vor allem, wenn man bedenkt, wie alt alles ist.

Bei der White Lady Lodge begegnet uns ein wirklich wüster Wüstenelefant. Die am Tag vorher in Blumenkübel gepflanzten Palmen gefallen ihm so gar nicht und er reißt alle aus und frisst sie teilweise. Er ist riesengroß und wirkt auch ein bisschen aggressiver als seine Artgenossen. Außerdem lässt er uns nicht vorbei. Es ist wohl sein Territorium, wir müssen daher einen kleinen Umweg nehmen.

Freddy hatte auch einen Besuch am Kreuzkap bei seinen 'Stinkeviechern' vorgeschlagen. Hier an der Küste leben teilweise bis zu 250.000 Robben. Ein irrer Lärm und ein sehr, sehr intensiver Geruch. Am Strand ist ein irres Gewimmel. Wir schauen den Tieren eine ganze Weile zu bis wir weiter nach Swakopmund fahren.

Swakopmund ist die 'deutsche' Stadt in Namibia. Irritierend, auf einmal in Afrika deutsche Beschriftungen zu sehen und von den Bewohnern auf Deutsch angesprochen zu werden. Eine optional gebuchte Wüstentour bringt außer vielen Informationen und dem Auffinden von Schlangen und Chamäleons einen irren Spaß. Mit dem Jeep die Dünen hoch und runter, hier ist es in einem kleinen Bereich möglich. Also, die Jungs, die die Jeeps fahren, beherrschen schon ihr Handwerk.

Ein Besuch bei den Hereros und besonders den Himbas bleibt für mich unvergessen. Freddy erklärt uns alles und behandelt die Menschen mit viel Respekt, genauso wie es sein soll.

Auf dem Weg zu den Dünen von Sossusvlei befinden wir uns mitten in einer langen Karawane aus Autos, aber dann verläuft es sich doch etwas. Düne 45, wer ist als erster oben? Auch wenn der anstrengende Aufstieg nicht mit einem spektakulären Sonnenaufgang belohnt wird, ist die Aussicht trotzdem grandios. Anschließend fahren wir mit Allradfahrzeugen in die Dünenlandschaft und machen eine kleine Wanderung zum Death Vlei.

Der Fish River Canyon beeindruckt durch seine Größe, ist er doch nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt. An einigen Stellen ist er mehr als 500 m tief.

Auf der Weiterfahrt zum Orange River verändert sich die Landschaft. An den Ufern des Flusses sehen wir nach mehreren Tagen in der kargen Wüstenlandschaft wieder grün. In Namibia hatten wir noch nicht mit  ausgedehnten Weinfeldern gerechnet.

Weiter geht es nach Südafrika. Die Welt wird zusehends bunter, denn hier blühen am Straßenrand schon die Wildblumen. Weil wir alle davon so begeistert sind, fährt Freddy in Clanwilliam mit uns in einen Wildblumengarten, wo ich auch endlich ganz viele meiner geliebten Köcherbäume auf einem Fleck sehe.

Kapstadt empfängt uns wettertechnisch nicht so freundlich: Es ist grau, nieselt und der Tafelberg entzieht sich meist unseren Blicken. Dennoch ist die Fahrt zum Signal Hill mit Blick auf Kapstadt und den Tafelberg, die Gefängnisinsel Robben Island (hier war Mandela im Gefängnis) beeindruckend und lässt uns das Wetter vergessen.

In Boulders Beach beobachten wir die Pinguine in einer großen Kolonie und fahren dann noch zum Kap der guten Hoffnung, einer früher sehr gefährlichen Passage auf dem Seeweg nach Indien. Die bunten Häuser von Kap Boo und ein Besuch der Waterfront sowie ein Essen im Marcos Afrika mit afrikanischer Musik runden unseren Besuch in Kapstadt ab. Der Tafelberg hält sich weiter versteckt, aber vielleicht sollen wir einfach nochmal hierher kommen.

Alles in allem war die Reise perfekt zusammengestellt und organisiert. In Freddy hatten wir einen Reiseleiter mit großem Wissen und der Geduld, alle unsere vielen Fragen zu beantworten. Er hat es geschafft, jedem von uns ein persönliches Highlight zu präsentieren. Er hat uns sehr gut bekocht und umsorgt. Und er hat Humor. Wir haben viel gelacht. Wir hoffen, dass wir für ihn ebenso angenehm waren, wie er für uns.

Benson, der später zu uns gestoßen ist, um Freddy zu unterstützen und besonders bei den langen Fahrstrecken zu entlasten, war ebenfalls ein sehr guter Fahrer und fleißiger Helfer. Leider sprach er nur Englisch, so dass eine Verständigung für uns schwieriger war.

Die Unterkünfte waren durchweg gut. Auch die Zelte, einschließlich Matten, Stühlen usw. waren voll in Ordnung. Wir beide können diese Reise aus vollem Herzen jedem weiter empfehlen!

Jetzt Reisegutschein gewinnen!

Machen Sie mit und lassen Sie uns alle an Ihrer WORLD INSIGHT-Tour teilhaben!
Reiseberichte von unseren Kunden geben einen echten Einblick in das, was Sie auf unseren Reisen erwartet. Mit Fotos untermalt wirkt der Bericht noch lebendiger.

Die schönsten Berichte stellen wir z.B. auf unserer Website vor und drucken Auszüge in unseren Katalogen ab. Die besten Artikel belohnen wir mit wertvollen Reisegutscheinen von € 100,-.

Fassen Sie dazu die Highlights Ihrer WORLD INSIGHT-Reise auf ca. 2-3 Seiten zusammen und schicken Sie diese zusammen mit Ihren vielen tollen Bildern in Originalauflösung an: reiseberichte(at)world-insight.de

Wir freuen uns auf Ihr Reiseerlebnis mit WORLD INSIGHT!