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Februar 2013

Äthiopien

Ein Reisebericht von  Norbert Schullerer

Ein Reisebericht von Norbert Schullerer über seine WORLD INSIGHT-Reise „Äthiopien aktivPlus“ im Januar/Februar 2013

Dem Winter entfliehen – ein für uns völlig ungewohnter Reisetermin! Ab geht’s in ein Land, von dem wir eigentlich noch gar keine rechte Vorstellung hatten. Also gleich zum Einstieg: Äthiopien ist wunderschön und faszinierend in seiner abwechslungsreichen Natur. Die Tour zeigt dem Reisenden aber auch, wie sehr die Äthiopier um ihr Fortkommen kämpfen müssen. Wenn einerseits die vielen Herden an Rindern, Ziegen und Schafen Wohlstand suggerieren, so erkennt man dennoch schnell, dass durch die große Zahl an Menschen – speziell an Kindern – vielfach Mangel am Nötigsten herrscht.

Deshalb mein Tipp vorab: Nehmen Sie so viel entbehrliche Kleidung mit, wie es das Gepäcklimit erlaubt, und halten Sie sich bei der Verteilung an die Ratschläge des Reiseleiters!

Der Norden Äthiopiens ist eine großartige Aneinanderreihung von Bergketten, die unser Bus mit Yussuf am Steuer – „the best of all ethiopian drivers“ – auf überraschend guten Straßen hinaufkletterten und wieder in die Zwischentäler hinuntertauchten. Allerdings gibt es auch gewaltige Baustellen, in denen Brücken quasi in Handarbeit entstehen und Straßen mit dem Caterpillar vorangetrieben werden, auf denen man für 290 km schon mal einen ganzen Tag braucht.

Das Trekking in den Simien-Bergen war wunderschön, ließ uns aber auch alle ziemlich ins Schnaufen kommen; die Höhe spürten alle! Unser Zeltlager brachte eine angenehme Überraschung: Wir bekamen 5-6 cm dicke Schaumunterlagen samt Überzügen und somit hatten Steine keine Chance, unsere Nachtruhe zu stören. Auch das Trinkwasser wurde von WORLD INSIGHT bereitgestellt, so dass wir keinerlei Stress hinsichtlich des Einkaufs und Transports hatten. Zudem: Duschen unter Quellwasser bringt natürliche Frische in und an den Körper – herrlich! Es hat sich für uns wieder einmal bestätigt, dass jene, die eine Aktivtour wählen, im Allgemeinen wissen, worauf sie sich einlassen – nämlich auf ein kleines Abenteuer! Unsere Gruppe war ohnehin sehr homogen und auch experimentierfreudig: Alle versuchten sich zum Beispiel rasch an landesüblichen Speisen. So gab es bald keinerlei Einwände, auch das ungewohnte „Injera“ zu essen, auch wenn wir es wegen seines Aussehens äthiopisches „Wettex“ (Schwammtücher) nannten. Und von den frisch gepressten Fruchtsäften (Mango, Papaya, Avocado, Orange und und und…) träumen wir heute noch!

Ein kultureller Höhepunkt der Reise war die Teilnahme am Timkat-Fest in Axum. Die Freude der Bevölkerung an dieser Feierlichkeit zu erleben, macht einfach Spaß! Ein freundliches Lächeln und gegenseitiger Respekt überwindet jegliche Reserviertheit. Dennoch ein weiterer Tipp von mir: Bei dem Gedränge unbedingt auf Dokumente und Geld aufpassen! Natürlich ist es bei solch einem Bericht üblich, einige Informationen über die Sehenswürdigkeiten zu lesen, die wir besichtigt haben. Lalibela und die Felsenkirchen etwa, aber dazu liefern ja Reiseführer Informationen. Lieber möchte ich noch den Besuch einer Schule mit unserem Reiseleiter erwähnen und an dieser Stelle betonen, dass man den Kindern lieber kein Geld gibt und sie dadurch zum Betteln noch ermuntert. In der Schule haben wir dann alle Schreibutensilien übergeben. Denn es stimmt ja: Was macht ein kleiner Knirps, der irgendwo „give pen“ gehört hat, mit einem solchen Schreibgerät, wenn er gar nicht zur Schule geht? Was soll das „give money“? Da ist es besser, in einem örtlichen Krämerladen etwas zum Essen zu kaufen, oder den Kindern eine Schale mit geröstetem Getreide abzukaufen.

Im Süden war es auf unserer Fahrt weiterhin sehr grün; es hatte kurz zuvor geregnet. Im Norden war es dagegen eher karg. Toll war unser Besuch im Bale Nationalpark. Hier gibt es schöne Wanderungen unter alten, riesigen Bäumen. Viele Tiere sind im Gras versteckt bzw. beobachten die Wanderer misstrauisch: Nyalas, Warzenschweine und etliche Vogelarten! Der Besuch des Marktes in Dodola auf dem Rückweg vom Bale Nationalpark war ein ganz spezielles Erlebnis, denn dort waren wir die Attraktion. Offenbar ist hier der Stopp eines Busses mit Weißen eine Seltenheit! Weiter im Süden bei den Völkern der Dorze, Bena, Mursi und Karo waren wir alle im Griff der „Fotomaut“: Diese Leute kassieren für jedes Bild, selbst für Tierfotos…

Nach 500 km Fahrt und einem letzten gemeinsamen Abendessen nahmen wir Abschied von einem Land, das sicher alle aus unserer Gruppe in bester Erinnerung behalten werden! Es gab unendlich viel zu sehen, wir hatten eine tolle Reisegruppe und einen wunderbaren Reiseleiter. Für die Zukunft des Landes wünsche ich, dass es sich zum Besten seiner Menschen weiterentwickeln möge!

Norbert Schullerer

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