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August 2014

La Réunion aktivPlus – Abenteuer und Erholung in perfekter Kombination

Ein Reisebericht von  Adrian Benz

Spektakuläre Wanderungen, eindrucksvolle Naturschauplätze, regionale Köstlichkeiten und Entspannung an traumhaften Stränden machten die Reise für Adrian Benz zu einem einzigartigen Erlebnis.

Man fiebert bekanntlich sehr lange auf eine Reise hin, besonders wenn man sich einige Monate im Voraus mit der Suche des Reiseziels beschäftigt. Man wälzt Reisekataloge, durchstöbert Urlaubsforen im Internet und fällt dann eine Entscheidung. Warum wir uns in diesem Jahr für die Kombination La Réunion und Mauritius* entschieden haben? Die Abwechslung zwischen körperlicher Herausforderung, Natur pur und einem kleinen Badeurlaub als krönender Abschluss versprach ein tolles Programm zu werden. Zudem wollten wir uns möglichst nicht mit stundenlangen Transfers von Highlight zu Highlight quälen. Alle Vorgaben sollte das Reiseprogramm von La Réunion und Mauritius erfüllen. Zudem war das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Reiseangebot von WORLD INSIGHT unschlagbar.

Gleich nach unserer Ankunft starteten wir mit einer kleinen Wanderung rund um das Dörfchen und entlang des Flusses Rivière du Mât – eine tolle Einstimmung auf die kommenden Tage. Müde von den Reisestrapazen ging es nach dem Genuss regionaler Köstlichkeiten, einer Spinatquiche und Chouchougratin, direkt ins Bett. Für uns war es eine kulinarische Premiere: Chouchou, eine einheimische Kürbisart, überbacken mit Käse – ein echter Geheimtipp.

Am nächsten Tag ging es früh morgens in Richtung Hellbourg. Auf der Strecke gab es einen kurzen Fotostopp am Cascade Blanche, der höchste Wasserfall auf La Réunion mit einer Fallhöhe von über 400 m – beeindruckend! Und das einfach so nebenbei. Hellbourg war ganz nach unserer Vorstellung: ein verträumtes Städtchen mit kreolischem, leicht karibischem Flair. Nach einem kleinen Rundgang schloss sich eine persönliche Führung der Hausherrin durch die „Villa Folio“ an. Dies ist eine international preisgekrönte Gartenanlage in deren Zentrum ein 140 Jahre altes kreolisches Haus steht. So viele tolle Eindrücke machten hungrig. Es ging direkt in ein schnuckeliges Restaurant und wir kosteten die Spezialitäten der Region. Goyavierfrüchte, Linsen und Cari. Das Nachmittagsprogramm startete mit einer Fahrt Richtung St. Gilles. Bei der Fahrt zum Küstenstädtchen waren wir uns sicher: Das muss ein Buckelwal gewesen sein, weit draußen im Indischen Ozean. Helle Aufregung im Kleinbus war die Folge. Der Hafen von St. Gilles verbreitete Postkartenidylle. Auch St. Gilles les Bains, der Badeort von La Réunion, glänzte mit tollem Flair. Im zweckmäßigen und strandnahen Hotel haben wir schnell eingecheckt. Die Badeklamotten angezogen und der tolle weiße Strand mit seinen zahlreichen Korallen wurde von uns unsicher gemacht. Abends gab es dann noch eine Pizza und ein Dodo, das regionale Bier der Insel. Daran kommt man auf keinen Fall vorbei.

Der nächste Tag startete mit einer Fahrt durch Tamarinden-Wälder direkt zum Aussichtspunkt Maido mit Blick in das Mafate-Tal. Unser Guide deutete schon an, was wir uns die nächsten Tage alles erwandern würden. Direkt am Parkplatz ein kulinarisches Highlight: Kuchen mit Geranienöl in den verschiedensten Ausführungen – ein einmaliger, intensiver Geschmack. Wie das genau mit der Herstellung des Öls funktioniert, wurde uns in der Geranien-Manufaktur in La Petit France näher gebracht. Danach kochten wir selbst unter einheimischer Anleitung: Zwiebel-Chili Dip, Cari mit geräucherter Wurst und eine spontane Schnapsverkostung. Den Abend genossen wir am fast menschenleeren Strand von St. Gilles bei einem tollen Sonnenuntergang. Am Abend fand noch ein Kennenlernen mit unserem Trekking-Guide Gilles statt. Er machte uns neugierig auf die anstrengenden Wandertage, die folgen sollten.

Die Eingewöhnungsphase war nun vorbei, die mehrtägigen Wanderungen begannen für uns in Sans Souci. Unser Guide Gilles begrüßte uns früh morgens mit einem kurzen Hinweis auf die Abgeschiedenheit der Region. Von Sans Souci ging es über Ilet des Orangers zu der von ehemaligen Sklaven gegründeten Gemeinde Roche Plate. Wir wanderten oberhalb des Flusses Galets auf schönen Pfaden in das Tal hinein. Die Tour wurde immer wieder unterbrochen durch tolle Ausblicke und Fotostopps. Ein Picknick am Fluss mit erfrischendem Punsch und Ananaskuchen von unserem Guide brachte neue Kraft. Gegen Ende des ersten Wandertages standen noch einige Höhenmeter an, um nach Roche Plate zu kommen. Dort erwartete uns eine einfache Wanderhütte, toll gelegen und mit hervorragender Küche. Abends wurde es recht kühl, doch die Verkostung eines selbstgemachten Faham-Schnaps wärmte von innen. Ein toller erster Wandertag ging zu Ende und mit Einschlafproblemen musste sich keiner quälen. Tag Nummer Zwei der Trekkingtour führte uns von Roche Plate über Trois Roches nach Marla: anstrengend, sehenswert und herrlich abgeschieden. Am Abend in Marla erwarteten uns frische Temperaturen um acht Grad und ein traumhafter Sonnenuntergang. Gekrönt wurde der Tag durch ein Cari vom Reh und dazu würziger Krautsalat sowie eine tolle Stimmung auf der Wanderhütte. Von Marla nach Cilaos, so lautete das Programm am dritten Tag unserer Trekkingtour. Angetrieben von unserem stets gut gelaunten und sympathischen Guide Gilles nahm unsere siebenköpfige Wandertruppe den anstrengenden Anstieg auf den Col du Taïbit-Pass auf 2.200 m in Angriff. Belohnt wurden wir durch einen tollen Blick ins Mafate-Tal und das Tal von Cilaos. Der steile Abstieg durch einen märchenhaften Wald, insgesamt waren es über 800 Höhenmeter, wurde unterbrochen durch ein kurzes Picknick. Abends dann eine tolle Abwechslung: Anstatt einer urigen Berghütte erwartete uns ein schönes Wellnesshotel. Nach einer ausgiebigen Dusche und dem Neupacken des Rucksacks für die nächsten vier Wandertage, machten wir uns auf zu einer kurzen Stadtbesichtigung rund um den See in Cilaos. Müdigkeit machte sich breit und jeder Wanderer genoss den doch recht unerwarteten Luxus des einzigen 4-Sterne-Hotels vor Ort.

Frisch erholt starteten wir mit dem ersten Teil der Besteigung des Piton des Neiges, mit seinen 3.070 m der höchste Berg im Indischen Ozean. Unser Ziel war die Berghütte unmittelbar unterhalb des Gipfels – eine schweißtreibende Wanderung, bei der wir abends leider erstmals etwas Pech mit dem Wetter hatten. Es war dauerhaft bewölkt, sehr kalt und dann stieg auch noch Nebel auf. Fernsicht? Leider Fehlanzeige. Die Hütte an sich war der absolute Gegenentwurf zu dem tollen Hotel in Cilaos: Keine Duschmöglichkeit, Drei-Stock-Betten und nur rund 14 Grad Raumtemperatur. Nach einem deftigen Abendessen ging es für unsere gesamte Gruppe direkt um kurz nach 20 Uhr ins Bett. Morgen war Gipfeltag. Ein riesiges Dankeschön an dieser Stelle an unseren Guide Gilles! Durch seine guten Beziehungen zum Hüttenpersonal und seinem stets prall gefüllten Wanderrucksack vermochte er es, uns sogar eine sehr zweckmäßige Massenunterkunft angenehm zu gestalten und motivierte die gesamte Truppe während der Trekkingtour unermüdlich. Morgens um 4 Uhr ging es warm eingepackt, Stirnlampen angeknipst, bei Dunkelheit und beißender Kälte daran den Gipfel des Piton des Neiges vor Sonnenaufgang zu erklimmen. Schritt für Schritt kamen wir voran – immer das große Ziel vor Augen. Nach knapp zwei Stunden Aufstieg waren wir pünktlich zum Sonnenaufgang oben. Wir genossen den Blick vom Dach des Indischen Ozeans in die drei Täler von Mafate, Cilaos und Salazie. Die Anstrengungen waren vergessen, es überwog die Freude an der grandiosen Fernsicht. Dieses Mal hatten wir Glück mit dem Wetter. Kurz noch einige Erinnerungsfotos geschossen und wir begaben uns auf den Rückweg zur Hütte. Nach einer kräftigen Stärkung waren wir bereit für den anspruchsvollsten Teil der aktivPlus-Reise. Mehr als 1.500 Höhenmeter waren es vom Gipfel der Insel bis nach Bebour. Wir durchwanderten einen wunderschönen Urwald mit zahlreichen Ausblicken in das Salazie-Tal und nach Hellbourg. Da wurden Erinnerungen an die ersten Tage der Reise wach. Um 16 Uhr ging ein langer Wandertag zu Ende. Die gesamte Truppe war erschöpft aber glücklich. Nach zwei weiteren kräftezehrenden Wandertagen genossen wir am nächsten Tage die Trekkingtouren durch den Wald von Bebour. Farne, Orchideen, ein über 300 Jahre alter Tamarinden-Baum, Goyavier-Bäume mit ihren leckeren Früchten als Wegverzehr, sowie Begonien, Fuchsien und Callas zeichneten ein tolles Landschaftsbild. Die Gegensätze auf der kleinen Insel La Réunion sind einfach atemberaubend und schwer zu beschreiben. Abschluss der Wanderung bildete der Wasserfall Trou de Fer. Erstaunt stellten wir fest, dass wir auch an diesem Tag über fünf Stunden durch die Wälder gestreift waren. Im kleinen Reisebus ging es quer über die Insel, herrlich diese kurzen Wege von Highlight zu Highlight. Wir fuhren an den Fuße des Vulkans Piton de la Fournaise. So kurz die Fahrt auch war, so viel Abwechslung hatte sie zu bieten. Erst Regenwald, dann Wiesen mit Kühen, die ein bisschen Allgäu in den Indischen Ozean zauberten, und plötzlich tauchte in der Kurve „Plaine des Sables“, eine riesige, surreale Mondlandschaft vor uns auf. Diese Vielfalt hatte keiner aus unserer Reisegruppe erwartet. Unsere Hütte lag wunderschön am Rande der Caldera. Einziger Wermutstropfen: eine Dusche suchte man vergeblich. Bei Regen, kaum Sicht und starkem Wind begannen wir am nächsten Morgen den Abstieg in den ersten großen Krater Enclos Fouqué. Über 14 km lang erstreckte sich diese einzigartige Landschaft vor uns. Wir wanderten vorbei an einer Kapelle aus Lavastein, stiegen hinab in eine längst erkaltete Lavahöhle und wagten uns schließlich an den Aufstieg zum noch aktiven Vulkan Piton de la Fournaise. Insgesamt waren wir an unserem letzten Trekkingtag dreimal komplett vom Regen abgeduscht und dreimal gleich wieder von der Sonne getrocknet. Diese Wanderung war wahrlich ein gelungener Abschluss unseres aktiven Programms auf La Réunion. Vom Vulkan ging es direkt durch Zuckerrohrfelder mit dem Bus an die Küste. Das Hotel La Baril zeigte sich frisch saniert, mit traumhafter Lage. Direkt aus dem Hotelzimmer sah man die Brandung des Meeres. Wir verabschiedeten uns von unserem Wanderführer Gilles. Er hatte uns die Schönheit der Insel eindrucksvoll näher gebracht und seine Motivationsversuche waren einfach legendär.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Jardin des Parfums et des Epices in St. Philippe. Die gut zweistündige Führung zeigte eindrucksvoll wie vielfältig die Flora der Insel ist. Litschi- und Mangobäume, Fledermausblumen, Curcuma und Zimtbäume werden uns lange in Erinnerung bleiben. Nachmittags endete ein ereignisreicher Tag im Naturschwimmbecken von Manapany-les-Bains. Im Vergleich zum straffen Wanderprogramm, ein willkommener Ausgleich. Den letzten Tag auf La Réunion starteten wir mit dem Besuch des Kurcuma-Hauses in Plaine des Grègues. Eine ideale Gelegenheit, um sich köstliche Souvenirs zu sichern. Nach einer Stärkung in St. Pierre führte uns die Reise an einen Tamilen-Tempel. Ein Strandspaziergang am einzigen schwarzen Strand der Insel sowie der Besuch einer Salzgewinnungsanlage bildeten den Abschluss eines abwechslungsreichen Tagesprogramms. Den Abend sowie den nächsten Morgen genossen wir am Strand von St. Gilles, hier ließen sich die gewonnen Eindrücke der letzten knapp zwei Wochen in Ruhe verarbeiten und es blieb genügend Zeit um ins Marktgeschehen einzutauchen.

Nach einem kurzen Transfer auf die Nachbarinsel Mauritius wurden wir mit dem völligen Kontrastprogramm konfrontiert. Weg vom Individualurlaub hin zum klassischen Badeurlaub mit Clubcharakter. Wir fühlten uns anfangs reichlich deplatziert in der frisch renovierten Hotelanlage „The Sands“. Eine kleine Gruppe im Trekking-Outfit traf auf absolut exklusive Clubatmosphäre. Aber erstaunlich schnell passten wir uns an und verbrachten fünf schöne und erholsame Tage in der familiären Anlage. Frisch erholt bestiegen wir das Flugzeug in Mauritius und flogen zurück in die Heimat.

Die aktivPlus-Reise von WORLD INSIGHT war absolut nach unseren Vorstellungen. Die beiden Inseln boten die richtige Mischung aus sportlicher Herausforderung, einzigartigen Landschaften und der Möglichkeit mitten im Indischen Ozean herrlich die Seele baumeln zu lassen. Ein echter Geheimtipp für Urlauber mit guter Kondition. Zudem war unsere kleine Reisegruppe ein Glücksfall. Kritikpunkte? Fehlanzeige.


*Anmerkung der Redaktion:

Adrian Benz hat die Kombination La Réunion und Mauritius gebucht, die ab 2015/16 nicht mehr angeboten wird. Seit 2015 gibt es eine aktivPlus-Reise nach La Réunion, deren Reiseverlauf weitestgehend mit der alten Reise übereinstimmt. Auf diese Weise können die Reisenden La Réunion noch intensiver entdecken.

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