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August 2014

Tonga Soa, Madagasarika

Ein Reisebericht von  Rotraud und Gotthard Bach

Freche Lemuren, Wanderungen im Ranomafana-Nationalpark und die farbenprächtige Schönheit der Roten Tsingys machten Rotraud und Gotthard Bachs Madagaskar-Reise zu einem einzigartigen Erlebnis.

Inspiriert durch Filme und Multivisionsvorträge bemühten wir uns, eine auf unsere Wünsche zugeschnittene Reise in ein Land zu finden, dessen Hauptstadt auszusprechen Zungenknoten verursacht. Madagaskar mit seiner Hauptstadt Antananarivo (Kurzfassung „Tana“) übte einen mystischen Zauber auf uns aus. Bei WORLD INSIGHT fanden wir endlich die Erfüllung unserer Sehnsüchte – 22 Tage der Osten, der Süden und der Norden.

Unsere Maschinen brachten nach Tana. Manchmal ist es ja der Fall, dass ein Passagier aus unterschiedlichsten Gründen den Flug nicht antreten kann, aber diesmal war in Johannesburg ein Passagier zu viel an Bord. Ehe man den Übeltäter mittels mehrfachem Zählen ermittelt hatte (oder auch nicht) verging über eine Stunde. Trotzdem landeten wir glücklich in den Armen von Thomas, unserem WORLD INSIGHT-Reiseleiter in Tana.

Fachgerecht wurde unser Gepäck auf dem Bus verstaut und los ging die Fahrt zum Hotel, wo wir nach dem ersten leckeren landestypischen Abendbrot rechtschaffen müde in unsere Betten fielen. Am nächsten Morgen ging es richtig los – in Richtung Privatreservat Palmarium in Ankanin’ny Nofy an der Ostküste. Über eine Buckelpiste und mit schaukelnden Booten gelangten wir u.a. über den Canal des Pangalanes zu unseren Bungalows. Abendessen und Nachtruhe, diese zum ersten Mal unter einem Moskitonetz, waren erquickend. Am nächsten Morgen dachten wir allerdings, wir befänden uns in der Trockenzeit – kein Wasser zum Duschen oder Spülen. Glücklicherweise gab es einen Eimer vor Ort und der See lag sehr nahe. Als mir dann noch ein paar Kinder am See behilflich zur Seite sprangen, waren wir gerettet. Mit einem vollen Eimer kehrte ich zurück.

Nach dem Frühstück, während dessen uns schon die ersten Lemuren begutachteten, ging es auf Tier- und Pflanzenbeobachtung. Schwupps – ehe man sich versah, hatte man einen herrlichen Pelzkragen in Form eines frechen Lemuren im Nacken. Aber zum Glück mit samtweichen Pfoten, sonst hätte man schlimm ausgesehen. Unterschiedliche Lemuren, Chamäleons, Stabheuschrecken und als Höhepunkt die Indris, deren Rufe einem eine Gänsehaut über den Rücken jagten, sowie ein abendlicher Besuch beim Aye-Aye rundeten diesen erlebnisreichen Tag ab.

Die folgenden Tage brachten auf unserem Weg zurück in die Hauptstadt weitere interessante Begegnungen mit der Flora und Fauna Madagaskars mit sich. Aber auch mit den Menschen und ihren Sitten und Gebräuchen kamen wir in Berührung, ergänzt durch umfangreiche wissenswerte Fakten seitens unseres Reiseleiters Thomas.

Erschreckende Arbeitsbedingungen in einer Alu-Gießerei, die Besuche weiterer Handwerksbetriebe der unterschiedlichsten Gewerke, wo mit Hilfe recht primitiver Werkzeuge und Arbeitsmethoden sehr schöne Produkte entstanden, gewährten einen Einblick in das harte Leben der Einheimischen. Die meisten machten jedoch einen glücklichen Eindruck: Lächelnd und mit leuchtenden Augen gaben sie Auskunft über ihre jeweiligen Tätigkeiten. Hier war man gern bereit, das ein oder andere Erzeugnis als Souvenir zu erwerben.

Als ein Höhepunkt der Reise ist uns die über fünf Stunden dauernde Wanderung im Ranomafana-Nationalpark im Gedächtnis geblieben: endlich einmal richtig durch die Natur zu streifen, über Stock und Stein bergauf und bergab. Belohnt wurden wir durch den Anblick der Cascada Namurna – einem wunderschönen Wasserfall. Aber auch der morgendliche Blick von unserem Bungalow über das Tal, in dem der Morgennebel langsam nach oben stieg, war beeindruckend.
Im Anja-Reservat machten wir Bekanntschaft mit den sonnenliebenden Kattas, die sich allerdings genau wie die Sonne auf dem Weg zu ihrem Nachtlager befanden. Trotzdem zeigten sie uns noch einige Kunststücke. Faszinierend präsentierte sich hier die Landschaft im Licht der untergehenden Sonne, so dass wunderschöne Licht-Schatten-Spiele entstanden.
Auf unserem Weg nach Süden lernten wir in den diversen Regionen die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen kennen: Je weiter südlich wir unsere Reise fortsetzten, umso wärmer wurde es. Kein Wunder also, dass wir uns sowohl nach der vormittäglichen Wanderung im Isalo-Nationalpark den kühlenden Fluten des Piscine Naturelle, als auch am Nachmittag den erfrischenden Wassern des Black Pools im Namaza-Canyon hingaben.

Während der Fahrt nach Tulear sahen wir sie endlich – die Giganten der Natur – herrliche Baobabs im Zombitse-Vohibasia-Nationalpark und auch danach rechts und links entlang der Straße. In Tulear selbst lernten wir das Leben in einer Hafenstadt kennen und besuchten das Arboretum, ehe wir uns am Nachmittag wieder in die Luft Richtung Tana erhoben. Von dort ging es weiter per Flugzeug in den Norden nach Diego Suarez.

Jeeps führten uns schließlich zu unserer vorletzten Etappe, in Richtung der Roten und Grauen Tsingys.
Der erste Kontakt mit den Roten Tsingys ließ uns den Atem stocken, ob der farbenprächtigen Schönheit dieses Gebietes. Man konnte sich kaum satt sehen an den wundersamen Gebilden, welche die Natur hier gezaubert hat, unterstützt von leuchtenden Farben. Immer wieder eröffneten sich beeindruckende Ansichten – nicht umsonst entstand hier das Foto „Unerreichbare Schönheit“. Voller Eindrücke trafen wir dann, gespannt auf unsere „einfachen Hütten“, im Ankarana-Nationalpark ein. Aber wir wurden angenehm überrascht: Aus den erwarteten Gemeinschaftssanitärräumen und einfachsten Schlafräumen wurden eigenständige Häuschen mit eigener Sanitäreinrichtung: zwar spartanisch aber nutzbar. Gemütlich konnten wir unter dem Kreuz des Südens auf dem „Dorfplatz“, um den unsere Unterkünfte standen, bei einem Gläschen fantastisch schmeckenden Rum den Tag ausklingen lassen.
Der Tag darauf bescherte uns ein Rendezvous mit den scharfkantigen Grauen Tsingys. Bestens vorbereitet mit festen Wanderschuhen und Fahrradhandschuhen wurden auch diese Klippen gemeistert. Dank unserer Stirnlampen war auch die Durchsteigung der Fledermaushöhle ein Erlebnis, kam man doch hier mit Stalagmiten und Stalaktiten hautnah in Berührung.

Am Abfahrtstag stand ein besonderes Erlebnis auf dem Programm – ein „Stirnlampenfrühstück“. Da hier, wie bereits schon mehrmals unterwegs, der Strom erst ab einer bestimmten Uhrzeit zur Verfügung stand, wir aber bedeutend früher in Richtung Küste aufbrechen mussten, nutzten einige der Gruppe ihre Stirnlampen. Thomas, unser Reiseleiter, bastelte in Windeseile aus Plastikflaschen praktische Kerzenständer. Wildromantisch!

Unterwegs nach Ankify sahen wir nun „wo der Pfeffer wächst“. Aber auch Vanille, Ingwer, Jackfrüchte, Kakao und Kaffee bestaunten wir auf einer Plantage in ihrem natürlichen Lebensraum.
Dann kam die Überfahrt nach Nosy Be – Seewind ließ die Haare wehen, aber bei dem herrlichen Wetter machten ein paar Spritzer nichts aus. Die eineinhalb Tage Badeaufenthalt im wunderschönen Hotel Vanila direkt am Strand konnten so richtig zum Relaxen genutzt werden. Stundenlange Strandspaziergänge, unterbrochen von mehreren Badepausen, Muscheln sammeln oder einfach nur im Liegestuhl liegen – so richtig nach dem madagassischen Grundsatz „mora, mora“ handeln – herrlich! Und hier haben wir uns entschlossen, in einem kleinen unscheinbaren Restaurant „Bei Rosina“ einmal richtig madagassisch essen zu gehen. Erst etwas skeptisch, wurden unsere Erwartungen in hohem Maße übertroffen: fangfrische, gegrillte Langusten und Kapitänsfisch, speziell gewürzter Reis, frischer Salat, baumfrische Mangos als Dessert, dazu ein frisches Bier – Herz was willst du mehr?! Das war der krönende Abschluss unserer Reise.

Unsere Gruppe, bestehend aus 18 Teilnehmern aus allen Teilen Deutschlands, verstand sich prima untereinander. Einige waren im Vorfeld etwas skeptisch, weil sie keinerlei Erfahrungen mit Gruppenreisen aufweisen konnten – aber auch sie waren rundum zufrieden. Jeder konnte sich auf Jeden verlassen, Hilfe und Unterstützung in schwierigen Situationen waren angesagt. Die Unterkünfte waren gut nutzbar, teilweise einfach aber sauber. Fahrer und Begleiter verstanden ihr Handwerk sehr gut und man hatte immer ein sicheres Gefühl. Unser Reiseleiter Thomas wirbelte Tag und Nacht, um alles zu unserer Zufriedenheit zu arrangieren.

Das Resümee unserer Reise: Wir würden sofort wieder mit WORLD INSIGHT auf Reisen gehen.

Rotraud und Gotthard Bach, Leipzig

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